Was sollte mein Logo aussagen?
Damit Sie mit Ihrem Logo erfolgreich sein werden, sollten Sie bereits bei der Namensgebung darauf achten, die Wünsche Ihres Kunden anzusprechen. Idealerweise geht aus Ihrem Namen bereits hervor, was Sie dem Kunden anbieten. Oder zumindest aus einer beschreibenden Tagline.
Fanatsie-Namen im Firmenlogo sind hilfreich, um sich von Wettbewerbern abzuheben. Gleichzeitig haben sie aber die Schwäche, dass Ihrem Kunde der Name kaum etwas über Ihr Unternehmen verrät. Deshalb sollten Sie dann eine beschreibende Tagline verwenden. Hier sehen Sie ein Beispiel dazu:
Es wurde ein Fantasiename verwendet. Darunter finden Sie eine beschreibende Tagline "alles in Wolle", so dass der Kunde auf den ersten Blick lesen kann, was er hier bekommt. Zusätzlich wird in diesem Logo ein Wollknäuel abstrahiert dargestellt. Der verwendete Text als auch das Signet (das grafische Element im Logodesign) treffen eine klare Aussage darüber, was das Spezialgebiet des Unternehmens ist.
Achten Sie bei der Ideenfindung darauf, dass Sie keinen Namen verwenden, der bereits von einem Wettbewerber genutzt wird. Sie sollten in jedem Fall auch eine Markenrecherche durchführen bzw. durchführen lassen. Somit verringern Sie das Risiko bestehende Markenrechte zu verletzen und möglicherweise eine Abmahnung zu riskieren.
Ihr Firmenlogo ist in der Regel das erste, was Ihr potentieller Kunde sieht. Deshalb überlegen Sie sich genau, welche Aussage Ihr Logo treffen sollte. Was bieten Sie Ihrem Kunden an? Welche Probleme lösen Sie für ihn? etc.
Wie entsteht ein Firmenlogo?
Zu Beginn eines Gestaltungsprozesses steht immer ein ausführliches Gespräch zwischen der Design Agentur und dem Kunden. Das muss heutzutage nicht mehr persönlich stattfinden. Denn mit Internet und Telefon hat man schon alles was dafür nötig ist. Wichtig ist allerdings, dass ein Gespräch stattfindet. Ein Austausch zu den Wünschen und Vorstellungen zum Logo nur per Email ist nicht zu empfehlen. Um den Kunden richtig zu verstehen und eine Vorstellungen von seinen Wünschen und Geschmack zu bekommen, ist ein Gespräch unabdingbar.
In diesem Gespräch - dem so genannten Briefing - sollte einerseits das richtige Verständnis zum Unternehmen aufgebaut werden. In welcher Branche ist der Kunde tätig? Wer sind die Wettbewerber und wie sehen deren Logos aus? Wer ist die Zielgruppe? Was sind die Alleinstellungsmerkmale? etc. Andererseits geht es darum so gut als möglich einen Eindruck vom Geschmack und Stil zu bekommen, der dem Kunden gefällt. Gibt es bereits Vorstellungen zum Logo? Wenn ja welche? Welche Stilart an bestehenden Logos gefällt, welche weniger? etc. Am Ende des Briefings ergibt sich daraus ein Anforderungsprofil an das Logo und die Agentur beginnt mit der Logogestaltung.
Während des Gestaltungsprozesses entwickelt die Agentur in der Regel mehrere Logoentwürfe. Hierbei sollten neben den Wünschen des Kunden auch weitere Apsekte beachtet werden. Für welchen Bereich verwendet der Kunde das Logo bzw. ist das Logo hauptsächlich vorgesehen? Dient es vorrangig der verwendung im Internet (z.B. in einem Onlineshop)? Wird es hauptsächlich im Print eingesetzt? Ist die Darstellung in schwarz/weiß sehr wichtig? Muss es auf Kleidung stickbar sein? Je nachdem welcher Bereich im Vordergrund steht, muss dieser im Logodesign besonders beachtet werden. Denn nicht jedes Logos ist für alle diese Medien geeignet.
Sobald die Entwürfe fertig sind, entscheidet sich der Kunde für das Logo, das ihm am besten gefällt. Häufig hat man einen Favoriten, aber noch den einen oder anderen Änderungswunsch. Je nach Angebot sind diese Änderungswünsche inklusive oder nur gegen einen Aufpreis möglich. Das sollte man immer im Vorhinein prüfen, damit im Nachheinein keine bösen Überraschungen entstehen. Sollten Sie sich als Kunde nicht sicher sein, für welches Logo Sie sich entscheiden sollen, können Sie einerseits die Agentur um Rat fragen oder ein paar Personen aus Ihrer Zielgruppe befragen. Aber Vorsicht, nicht selten fallen die Meinungen sehr unterschiedlich aus. Am Ende des Tages ist das Wichtigste, dass Ihnen das Logo gefällt. Denn Sie präsentieren jeden Tag Ihr Unternehmen damit. Deshalb sollten Sie die letzte Entscheidung treffen.
Unternehmensgründer und ihre Erfolgsgeschichten – Part III

Wenn man selbst ein individuelles Angebot für seinen Kunden anbieten möchte, sucht man auch nach einem Partner, der das in einer ebenso professionellen Weise zu bieten hat. Herr Jagusch gibt uns einen Einblick in die Entstehung seiner Marke „computertrainer.eu“: 
Ich habe computertrainer.eu im Herbst 2010 gegründet, um Firmen und Privatleuten nicht nur themenbezogene Computerkurse zu Büroanwendungen, insbesondere Microsoft Office, sondern auch individuelle Trainingsmöglichkeiten und Beratung anbieten zu können. Besonderer Wert wurde dabei auf die Individualität und Flexibilität des Angebots gelegt. Dieses spiegelt sich zum Beispiel in der Möglichkeit des Kunden wider, Themen zu mischen, persönliche Schwerpunkte zu setzen oder Schulungen in englischer Sprache zu erhalten. Die Mobilität der gesamten Ausrüstung ermöglicht es zudem auf Kundenwunsch die Schulung auch Vorort durchzuführen.
Zu den vielen Themen beim Vorbereiten der Geschäftsorganisation gehören natürlich auch eine professionelle Geschäftsausstattung und ein Logo, dass die Werte des Unternehmens nach außen darstellen. Dank der hervorragenden kreativen Arbeit von Logo-Expert wird computertrainer.eu nun durch ein modernes und einprägsames Logo repräsentiert. Eine passende Geschäftsausstattung rundet unser professionelles Erscheinungsbild ab.
Herr
Joy Jagusch
Lilly-Reich-Str. 6
80807 München
Die Geheimnisse erfolgreichen Logo-Designs – Teil 7
7. Gestaltungsregeln
"Das Ganze ist stets mehr als die Summe seiner Teile."
Dieses berühmte Zitat von Aristoteles trifft auch auf Ihr Logo zu. Nachdem mit der Farb- und Schriftwahl zwei Komponenten herausgelöst diskutiert wurden, soll Ihnen dieses Kapitel einen kurzen Überblick über wichtige Gestaltungsregeln geben. Diese im Detail zu beherrschen ist Aufgabe des Designers und bedarf langjähriger Erfahrung.
Format & Proportionen
Bei der Wahl Ihres Formats sollten Sie berücksichtigen, was die Einsatzfelder Ihres Logos sein werden. Website, Visitenkarte und Briefkopf sind typische Verwendungsbereiche. Aber soll Ihr Logo Ihr Produkt oder Firmenfahrzeug schmücken, können speziellere Anforderungen an das Format entstehen. Grundsätzlich gilt:
Verwenden Sie kein extremes Format! Es sollte waagrecht sein und im Idealfall ca. zweimal so breit wie hoch. Radikale Formate schaffen Unverwechselbarkeit, aber auch jede Menge Layout-Probleme.
Das Problem eines vertikalen Logos: Zum Bsp. bei Zeitungs-anzeigen oder auf einer Sponsorenwand ist das Logo der amerika-nischen Fast Food Kette Arby’s nur relativ klein verwendbar, während letzteres Logo den gegebenen Platz optimal ausnutzt.
Die Komposition eines Logos entsteht u. a. durch Größe, Position und Kontrast der einzelnen Bestandteile. Grundsätzlich sollte eine Komposition harmonisch wirken, um beim Betrachter angenehme Empfindungen zu wecken. Allerdings sollen Logos vor allem eines: Auffallen. Vollständige Ordnung ist meist langweilig und wenig spannungsreich. Deshalb versucht man in der Gestaltung häufig nach der Ordnung wieder Störungen einzubauen, d. h. die Ordnung partiell zu durchbrechen, um visuelle Attraktionen zu erzeugen.
Die gezielte Störung einer Ordnung verursacht kleine visuelle Attraktionen. Ein lang gezogenes „A“ oder nur ein Punkt, wo man ihn nicht erwartet.
Bauen Sie inhaltlich motivierte Störungen in Ihr Logo ein! So schaffen Sie Aufmerksamkeit und einen sehr eleganten Bezug zu Ihrem Unternehmen.
Inhaltlich motivierte Irritationen: Die Dekabank deutet Kursgewinne an, Jacobs brüht Kaffee, Viessmann baut seine Heizungskörper in sein Logo ein und Beates „ea“ spielt auf die „69“ an.
Gesetz der Geschlossenheit
Bei der menschlichen Wahrnehmung werden bevorzugt geschlossene, sinnhaltige Formen wahrgenommen, insbesondere geometrische Grundformen. Dieser Tendenz folgend werden unterbrochene Konturlinien zu einer geschlossenen Form ergänzt. Übertreiben Sie es mit diesem Effekt jedoch nicht, der Betrachter darf das „versteckte“ Bild nicht erst nach fünf Minuten Suche entdecken.
Hätten Sie alle erkannt? WWF’s Panda Bär ist einfach zu erkennen. Den Fisch erkennt man auch noch relativ schnell. Beim Papagei im Logo des Robinson Clubs kann es passieren, dass man durchaus zweimal hinschauen muss.
Wählen Sie für Ihr Logo ein einfaches, klares Design mit wenigen aber prägnanten Details!
Gesetz der Nähe
Das Gesetz der Nähe besagt, dass mehrere gleichartige Formen als Einheit wahrgenommen werden.
Aus Punkten bzw. einfachen geometrischen Formen werden Schmetterlinge, Schildkröten oder Giraffen.
Räumlichkeit
In den vergangenen Jahren lässt sich vermehrt das Phänomen der dreidimensionalen Darstellung von Logos beobachten. Geschuldet ist dieser Trend den Weiterentwicklungen in den Bereichen digitales Grafikdesign, Drucktechnologie und Bildschirmdarstellung. Mit der Übersetzung in die dritte Dimension erhöht sich die Komplexität Ihres Logos. Es wirkt ausgefeilter und hochwertiger. Allerdings kann es beim Drucken immer noch zu Schwierigkeiten kommen, z. B. auf Textilien.
Durch Schatten und Farbverläufe kann eine 3-dimensionale Wirkung erzeugt werden. Audi hat diese sogar kürzlich überarbeitet und verbessert.
Geheimnis #7: Ihr Logodesign sollte auffällig und einprägsam sein.
Das Geheimnis der vier Ringe – das Firmenlogo von Audi
Not macht erfinderisch: Dies bewies der Gründer von Audi namens August Horch.
August Horch, einer der deutschen Pionieringenieure des Automobilbaus, gründet 1899 die Horch &Cie
Motorwagen Werke.
Aufgrund interner Unstimmigkeiten mit dem Vorstand und Aufsichtsratverließ Horch das Unternehmen und gründete am 16. Juli 1909 ein zweites Automobilwerk.
Im Dezember 1914 erfolgte die Umwandlung der Audi Automobilwerke GmbH in eine Aktiengesellschaft.
Da der Name „Horch“ rechtlich gesehen nicht mehr verwendet werden durfte, wurde „Audi“, das die lateinische Übersetzung vom Imperativ „horch“ ist, 1910 zum Markenamen des Automobilwerks GmbH Zwickau.Auf diese Idee kam ein Sohn eines Geschäftspartners, der die Namensfindung verfolgt hatte und Lateinschüler war.
Die Gestaltung des ersten Logos beinhaltete den Audi-Schriftzug in einem umgedrehten Dreieck.
Wie kam es aber dann zum Markenzeichen der vier ineinander verschlungenen Ringen?
1932 kam es zur Fusion derKraftfahrzeughersteller Audi, DKW, Horch und Wanderer und als Symbolfür diesen Zusammenschluss wurden die vier Ringe zum Markenzeichen der nun entstandenen Auto UnionA
G.Die Bezeichnungen Audi, DKW, Horch und Wanderer wurden jedoch nicht verändert und jedem wurde ein spezielles Marktsegment zugeteilt. DKW – Motorräder und Kleinwagen; Wanderer – Automobile der Mittelklasse; Audi – Automobile im gehobenen Mittelklassesegment; Horch – Luxusautomobile der Oberklasse.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Auto Union AG, die ihren Sitz in der sowjetischen Besatzungszone hatte, enteignet und 1949 wurde die Auto Union GmbH gegründet, die die bestehendenvier Ringe als Markenzeichen weiterführte.
Bei der Fusion derAuto Union GmbH mit der NSU Motorenwerke AGzierte der Name Audi NSU Auto Union AGdas Leitbild der Kraftfahrzeuge.
Nachdem die Produktion des NSU eingestellt wurde, endete die Verwendung des Namens und nun erscheint allein „Audi“ mit in Rotgeschriebener Schrift unter den vier silbernen vereinten Ringen.
Berühmte Marken – und ihre Geschichte

Teil 2 - Apple
Der angebissene Apfel
Was verbinden Sie mit einem angebissenen Apfel? Vielleicht die biblische Frucht der Erkenntnis von Gut und Böse oder das IT-Unternehmen, dessen Kunden sich angesichts der innovativen Produkte und des genialen Marketings zu einer Art von Jüngerschaft entwickelt haben.
Das weltbekannte Logo, das einen seitlich rechts angebissenen Apfel darstellt, wurde zum prägenden Markenzeichen der Computerfirma Apple. Wie aber kommt ein Technologieunternehmen zu solch einem fruchtigem Signet? Aus den Aussagen der Beteiligten lässt sich diese Legende zusammenfügen:
Einer der Gründer des Unternehmens, Steve Jobs, hatte in den 70ern eine alternative Lebensphase, in der er Frutarier war, sich also ausschließlich von Obst ernährte (und zudem gerne barfuß unterwegs war). Nachdem es mit der Namensfindung für das gemeinsame Startup-Unternehmen nicht so richtig voranging, schlug Jobs den „absurden“ Namen „Apple“ vor, verbunden mit einer Deadline für bessere Vorschläge und weitere Alternativen. Nachdem die anderen beteiligten Gründer jedoch keine Ideen einreichten, blieb es einfach beim „Apfel“. Dass er damit im Telefonbuch vor seinem vorherigen Arbeitgeber Atari erschien, nahm Jobs dabei wohlwollend in Kauf.
Die erste grafische Entwicklung des zugehörigen Firmenlogos wurde Designer Ron Wayne übertragen. Wayne war neben Jobs und Steve Wozniak der Dritte im Bunde und hielt 10 % der Unternehmensanteile. Von ihm stammt auch der Gesellschaftervertrag für die Unternehmensgründung und das erste Benutzerhandbuch. So richtig glauben konnte er selbst aber nicht an den zukünftigen Erfolg, sodaß er bereits wenige Monate nach der Gründung seine Anteile an die beiden anderen verkaufte und damals dafür 800 $ erhielt (schon 1982 hätte sein Anteil den Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar gehabt und heute wohl noch einmal das Zehnfache davon).
Sein entworfenes Logo zeigte Isaac Newton, lesend unter einem Apfelbaum dargestellt. Am Baum hängt der Apfel, dessen Fall Newton zur Beschreibung der Gravitationsgesetze inspirierte. Im Stil eines klassischen Kupferstiches gestaltet, war diese Bildmarke nicht gerade optimal als prägnantes Logo geeignet.
Rob Janoff übernahm 1977 pro bono die Aufgabe, ein neues Logo für Apple zu entwickeln. Auf der Suche nach Inspiration holte er Äpfel aus dem Supermarkt, schnitt sie auf und starrte stundenlang auf die Früchte. Schließlich gestaltete er eine relativ simple Scherenschnittform eines Apfels mit einem herausgebissenem Stück. Dieser Biß, englisch „Byte“, war ein nettes Wortspiel zum Begriff „Byte“. Steve Jobs war begeistert, um das Markenzeichen aber „menschlicher“ zu machen, wollte er aber unbedingt Farben in dem Logo sehen, was man zu dieser Zeit gerne vermied, da Vierfarbdruck noch kostspielig war. Janoff fügte daraufhin die Farbstreifen zur Silhouette des Apfels hinzu. Obwohl sich einige Skeptiker sicher waren, dass das IT-Unternehmen mit so einem bunten Logo pleitegehen müsste, wurde das Logo zum erfolgreichen Klassiker und unverändert bis 1998 eingesetzt.
Mit der Markteinführung der bunten iMacs wurde das Firmenlogo von Apple wieder monochrom, jedoch in unterschiedlichen Farben dargestellt. Im aktuellen Corporate-Design wird die Variante, die den Look von gebürstetem Aluminium ähnelt, verwendet. Für Millionen von Apple-Usern ist die schlichte Frucht aber weit mehr: die Verheißung eines innovativen Vorsprungs an Erkenntnis.
Hinweis: Der Markenname Apple und die zugehörigen Markenzeichen sind geschütztes Eigentum von Apple Inc.
Die Geheimnisse erfolgreichen Logo-Designs – Teil 4

Differenzierung
Die Märkte sind heute grundsätzlich gesättigt und oft umkämpft. Verkäufer konkurrieren mit vielen Marktbeleitern um Aufmerksamkeit und Gunst der Kunden.
Heben Sie sich vom Rest ab, um diesen Wettbewerb zu bestehen. Nur wer einzigartig ist, wird wahrnehmbar. Sie sollten sich so positionieren, daß Sie profitable Nischen besetzen, oder gleich neue Kategorien schaffen. Dafür brauchen Sie ein einzigartiges Verkaufsversprechen, eine sogenannte USP (Unique Selling Proposition). Ihren potentiellen Kunden bieten Sie dabei einen besonderen Nutzen, der für diese Zielgruppe von hohem Wert ist und den kein Konkurrent bieten kann. Sollten Sie keine effektive USP anführen können, so obliegt es Ihrer Kreativität eine zu erfinden. Diese nennt man dann UAP (Unique Advertising Proposition).
Volvo beispielsweise positioniert sich im Automobilmarkt als Hersteller der sichersten Fahrzeuge. Jeep ist zum Synonym für Geländewagen geworden. Subway verspricht das frischeste und gesündeste Fast Food. Einlokaler Handwerker kann sich über Kundenbetreuung und Service von der Konkurrenz differenzieren oder er bietet die kürzesten Wartezeiten. Fitneßstudios können sich z. B. als Experten für Gesundheitssport definieren.
Vielen Pionierprodukten ist dies gelungen und sie sind mit einem sogenannten Begriffsmonopol belohnt worden. „Tempo“ etwa wird heute als Synonym für „Papiertaschentuch“ verwendet. Weitere Beispiele sind Tesa, Labello, Selters, Zewa, Polaroid, Uhu, Aspirin, oder Tetra Pak. Aber auch Dienstleistungen können diesen Status bei demVerbrauchern erlangen, so spricht man von „googeln“, wenn man im Internet mit Suchmaschinen nach Informationen zu bestimmten Stichworten sucht.
FedEx hat seinen Erfolg dem Umstand zu verdanken, daß es sich auf Dokumenten- und Paketsendungen, die „spätestens bis zum nächsten Morgen“ überbracht werden, konzentrierte. Damit hat das Unternehmen die Kategorie Expreß Versand für sich besetzt. Kleine Suchaufgabe: Finden Sie den Pfeil? Er ist dezent im Logo versteckt!
Wenn Sie eine neue Produkt- oder Dienstleistungskategorie kreieren, entwickeln Sie ein Logo, das möglichst gut zu dieser paßt! Damit verknüpfen Sie Ihrer Marke mit der Kategorie. In den meisten Fällen wird dies nicht der Fall sein. Sie werden in einen Markt eintreten, in dem es bereits Marktführer gibt. Dann ist es wichtiger sich von diesen abzuheben.
Wenn Sie der einzige Bäcker in der Stadt sind, sollten Sie bei der Gestaltung Ihres Logos eher Bezug zu Ihrer Tätigkeit herstellen. Ist der Markt an Backwaren aber bereits von vielen Konkurrenten besetzt, versuchen Sie sich abzuheben. Sie könnten sich als Spezialist für bestimmte Produkte, z. B. Brezen darstellen. Diesen USP sollten Sie dann auch in Ihrem Logo kommunizieren, wie es die Bäckerei Ditsch praktiziert.
Logo-Tipp:
Transportieren Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal (USP/UAP) über Ihr Logo! Sie können dafür auch einen Slogan bzw. eine Tagline (Untertitel) nutzen.
Im Idealfall besetzen Sie durch Ihre Positionierung gleich eine neue Kategorie.
Wie sich aus Firmenlogos Top-100-Marken entwickeln

In einem unserer zurückliegenden Blogbeiträge hatten wir ja über die Legenden geschrieben, die sich um die Entstehung der Logos von Porsche und Ferrari ranken. Beide Markenzeichen finden sich jetzt wieder in der Top 100 der besten Marken weltweit. Porsche rückt aktuell von Position 74 auf 72 vor, Ferrari fällt von Position 88 auf 91 zurück.
Unverändert präsentiert sich die Top 3 der weltweiten Marken. Weiterhin liegt Coca-Cola vor IBM und Microsoft. Doch Achtung, Google hat wieder einen Sprung gemacht und wird bereits auf Platz 4 gelistet. Umso beachtlicher, wenn man daran denkt, dass Google 2005 zum erstmals in die Top 100 kam und dort gleich auf Platz 38 landete.
Bei den deutschen Marken im Feld bleibt ebenfalls alles beim Alten: Mercedes (12) vor BMW (15) und SAP (26).
Mit 37 % ist der Wertzuwachs der Marke Apple (17) der höchste im Ranking. Bester Aufsteiger aus Deutschland ist die Allianz (67) mit einem Plus von 28 %.
Mit einem großen Verlust von -16 % muss Toyota (11) leben, sicher eine Folge der vielen negativen Schlagzeilen im zurückliegenden Jahr. Ganz im Gegensatz dazu kann Shell (81) trotz der negativen Presse infolge des Umweltdebakels im Golf von Mexiko sogar fast ein Viertel an Markenwert gewinnen.
Ebenso erstaunlich und kaum zu glauben: die Kultmarke Harley Davidson muss mit -24 % den insgesamt größten Verlust verbuchen. Und das, obwohl die Fans der Marke sogar bereit sind, sich mit dem Logo des US-Motorradherstellers als Tattoo den eigenen Körper gestalten zu lassen. Gerade noch auf Position 98 genannt, droht schon der Abstieg aus den Top 100.
Hier finden Sie die aktuelle Liste der Top 100 Best Global Brands 2010
http://www.interbrand.com/en/best-global-brands/best-global-brands-2008/best-global-brands-2010.aspx
Die Top 100 der wertvollsten Marken wird alljährlich von Interbrand, einer führenden amerikanischen Agentur für Markenführung, ermittelt. Die Liste vermittelt anschaulich die Entwicklung des Wertes, den ein Logo zur weltweiten Marke erlangt.
Scrabble – oder wie mache ich aus ein paar Buchstaben eine Marke?
Manchmal lächelt man über Firmennamen, die einfach aus den Anfangsbuchstaben des Unternehmensgründers bestehen und zunächst von wenig Kreativität zeugen. Dass dies jedoch durchaus auch ein Erfolgsrezept sein kann, beweisen zahlreiche prominente Markenbeispiele.
Wie zum Beispiel die Marke „tesa“, die sich zugleich als Gattungsbegriff für das Produkt „Klebefilm“ etabliert hat. Als für den Klebestreifen (der ursprünglich ein Pflaster hätte werden sollen) ein Markenname gesucht wurde, griff man 1936 auf den bereits genutzten Namen „tesa“ zurück. Der wurde seit 1908 für eine Zahnpasta-Patent-Tube genutzt. Ursprünglich kreiert wurde „tesa“ von der Leiterin der internen Schreibstube der Firma Beiersdorf. Elsa Tesmer entnahm dazu je zwei Buchstaben aus Vor- und Nachnamen und schuf damit eine Marke, die heute, 100 Jahre später, in der Bevölkerung eine Bekanntheit von 98 % hat und sogar im renommierten Duden verzeichnet ist. Was für ein grandioser Erfolg!
Weitere bekannte Markennamen sind ebenfalls Buchstabenspiele, zum Beispiel:
AEG – Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
Agfa – AG für Anilinfabrikation
BASF – Badische Anilin- und Soda-Fabrik
Fiat – Fabbrica Italiana Automobili Torino
Hanuta – Haselnusstafel
HAPAG – Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft
Haribo – Hans Riegel, Bonn
MAN – Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg
tesa – Elsa Tesmer (Sekretärin bei Beiersdorf)
Unimog – Universalmotorgerät
Kennen Sie vielleicht weitere Erklärungen für Markennamen? Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und Kommentare!














