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10Sep/101

Videos als virale Werbebotschafter

Mal tanzen aufwendig animierte Babys auf Rollerskates, mal wird einfach nur in einem Mixer modernste Computertechnologie verschrottet: Inzwischen sind unterhaltsame Videos im Internet beliebte Werbebotschafter, vor allem wenn sie so unterhaltsam sind, dass sie an Freunde weitergeleitet oder über ­Social-Media-Netzwerke verteilt werden.

Bei Advertising­Age findedenSie die „­Top 10 Viral Ads of all Time“. Nicht nur Beispiele für tolle Werbeideen, sondern auch die ideale Unterhaltung, wenn das Wetter mal nicht mitspielt und das TV-Programm langweilt:

http://adage.com/digital/article?article_id=145673#?=&cb=f28f5d4558194a8&relation=parent&transport=fragment&frame=f30883df9b1d1d4&result=xxRESULTTOKENxx

8Sep/101

Scrabble – oder wie mache ich aus ein paar Buchstaben eine Marke?

Manchmal lächelt man über Firmennamen, die einfach aus den Anfangsbuchstaben des Unternehmensgründers bestehen und zunächst von wenig Kreativität zeugen. Dass dies jedoch durchaus auch ein Erfolgsrezept sein kann, beweisen zahlreiche prominente Markenbeispiele.

Wie zum Beispiel die Marke „tesa“, die sich zugleich als Gattungsbegriff für das Produkt „Klebefilm“ etabliert hat. Als für den Klebestreifen (der ursprünglich ein Pflaster hätte werden sollen) ein Markenname gesucht wurde, griff man 1936 auf den bereits genutzten Namen „tesa“ zurück. Der wurde seit 1908 für eine Zahnpasta-Patent-Tube genutzt. Ursprünglich kreiert wurde „tesa“ von der Leiterin der internen Schreibstube der Firma Beiersdorf.  Elsa Tesmer entnahm dazu je zwei Buchstaben aus Vor- und Nachnamen und schuf damit eine Marke, die heute, 100 Jahre später, in der Bevölkerung eine Bekanntheit von 98 % hat und sogar im renommierten Duden verzeichnet ist. Was für ein grandioser Erfolg!

Weitere bekannte Markennamen sind ebenfalls Buchstabenspiele, zum Beispiel:

AEG – Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft

Agfa – AG für Anilinfabrikation

BASF – Badische Anilin- und Soda-Fabrik

Fiat – Fabbrica Italiana Automobili Torino

Hanuta – Haselnusstafel

HAPAG – Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft

Haribo – Hans Riegel, Bonn

MAN – Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg

tesaElsa Tesmer (Sekretärin bei Beiersdorf)

Unimog – Universalmotorgerät

 

Kennen Sie vielleicht weitere Erklärungen für Markennamen? Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und Kommentare!

30Aug/100

Brand – Hilfe wo brennt es denn?

Wenn die Marketingfachleute von einer internationalen Marke sprechen, benutzen sie gerne den Ausdruck „die Brand“, mit ganz lang gezogenem „a“, im Gegensatz zu dem Brand, der die lokale Feuerwehr ausrücken lässt. Beide Begriffe haben jedoch einen gemeinsamen Ursprung, das Feuer. Die Kennzeichnung der eigenen Weidetiere mit einem Zeichen hat eine sehr lange Tradition. Richtig populär wurde diese Art, seinen Besitz zu markieren, bei den Rinderzüchtern in den USA.

Trotz modernerer Methoden, wie die Identifikation durch einen Computerchip am Ohr, bleiben die Rancher der Tradition treu und verpassen ihrem Nutzvieh das typische Brandzeichen. Dabei führt jeder Zuchtbetrieb sein eigenes Brand, das meist aus Initialen, Linien oder einfachen Symbolen besteht. Jedes dieser Logos muss im offiziellen „Brandbook“ registriert sein, um Gültigkeit zu haben.

Allein im Staat California werden über 60 Seiten benötigt, um alle Brandzeichen darzustellen und deren rechtmäßige Besitzer aufzulisten. Eines der ältesten Zeichen ist wohl das Logo der Mission San Diego de Alcala von 1769. Es zeigt ein großes „D“, in das ein kleines „s“ verschlungen ist.

Da Brandzeichen nur aus Linien bestehen können, also Farbe oder Fläche als Gestaltungsmittel entfällt, ist durchaus Kreativität gefragt um ein prägnantes und wiedererkennbares Zeichen zu designen. Die Resultate kann man sich im offiziellen Brandbook des Landwirtschaftsministeriums ansehen (dort stößt man auch auf einen Steckbrief, der eine Belohnung verspricht für alle Hinweise die zur Ergreifung von Viehdieben):

http://www.cdfa.ca.gov/ahfss/Livestock_ID/index.html#

In der modernen Marketingkommunikation ist das „Branding“ recht beliebt und ein wichtiger Punkt der Markenbildung. Man bezeichnet damit die Kennzeichnung von Produkten, Kommunikationsmitteln und Werbeartikeln mit dem eigenen Logo. So wird aus jedem „gebrandeten“ Gegenstand ein Werbeträger, der die Bekanntheit und den Ruhm der Marke mehren soll. Auch Sie sollten Branding nutzen und damit Ihr Firmenlogo oder Ihre Marke gezielt in den Blick rücken!