Die Geheimnisse erfolgreichen Logo-Designs – Teil6
Das zweitwichtigste Gestaltungsmittel ist die Schrift für Ihr Logo. Man spricht von Typografie. Diese beschreibt das Schriftbild in seiner Gesamtheit. Gestaltungsmittel sind u. a. Schriftart, Buchstaben- und Wortabstände, Zeilenabstand, Schriftgröße oder Schriftschnitte wie fett und kursiv.
Für längere Texte muss nicht die Logoschrift verwendet werden. Seien Sie experimentierfreudig und verwenden Sie ungewöhnliche Varianten. Wichtig ist jedoch, dass Ihr Logo lesbar ist. Funktionalität kommt vor Design!
Hier handelt es sich um zwei netteLogoideen. Dies nützt allerdings nichts, wenn man nicht erkennt, dass es sich um „Play“ bzw. "365 Design“ handelt:

Die Typografie ist ein mächtiges Marketinginstrument, das sowohl emotionale Ansprache ermöglicht als auch Aufmerksamkeit schafft. Jede Schrift weist eine spezifische Erscheinungsform auf, die sie z. B. schwer, ruhig und antik oder leicht, elegant und modern wirken lässt.
Sie sollten bei der Wahl Ihrer Logoschrift darauf achten, dass der Schriftcharakter zur Ausrichtung des Unternehmens passt.
Die Wahl Ihrer Schrift ist keine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern sollte sich an der Unternehmensidentität orientieren. Eine unpassende Schrift zerstört die Botschaft. Ein trendiger Sportladen sollte nicht mit einer geschwungenen, antiken Schriftart werben. Zu einem Landgasthof dagegen passt keine technische Schrift. Zu einem Discountmarkt eignet sich eher eine fette als eine kursive Schrift.
Die wichtigste Entscheidung bei der Schriftgestaltung ist die Wahl der Schriftart (engl. font). Diese teilt man generell in zwei Gruppen ein:
Schriften mit Serifen (Antiqua) und Schriften ohne Serifen (Grotesk). Als Serifen bezeichnet man die Linien, die einen Buchstabenstrich am Ende quer zu seiner Grundrichtung abschließen. Sie verbessern die Lesbarkeit gedruckter Texte. Auf Bildschirmen werden serifenlose Schriften bevorzugt, da Serifen bei kleinen Schriftgrößen nicht sauber dargestellt werden können.
Tipp!
Sie sollten maximal zwei verschiedene Schriftarten in Ihrem Logo verwenden, da es sonst zu überladen und unruhig wirkt. Unkonventionelle Schreibweisen oder Satzarten bieten außerdem noch weitere Unterscheidungsmerkmale.
Auch durch Machart und Materialität kann man einer Schrift einen bestimmten Charakter verleihen. Man kann sie aus Stein meißeln, mit dem Federkiel schreiben, mit dem Pinsel malen, mit Schablonen oder Stempeln aufbringen usw.
Über die Simulation des Schreibwerkzeuges kann auch ein inhaltlicher Bezug zu Ihrem Unternehmen hergestellt werden.
Neben Ihrer Logoschriftart ist es es sinnvoll, sich auch für längere Texte (Schriftwechsel, Werbeplakate, Website etc.) auf 1–2 Wchriftarten festzulegen und diese beizubehalten.
Wählen Sie eine passende Schrift, um Ihre Botschaft glaubhaft zu vermitteln.





