Minimalistisches Logodesign, gut oder einfallslos?

Grundsätzlich gilt in Designerkreisen: „Im Logo ist weniger mehr!“ D.h. tendenziell wenige Farben, maximal zwei Schriftarten und das Designelement sollte das Logo nicht überladen. Warum ist das so? Eigentlich möchte man im Logo doch alles zum Ausdruck bringen, was das Unternehmen macht? Idealerweise weiß der Betrachter sofort, welche Leistungen oder Produkte mein Unternehmen anbietet?

Halt! Es ist zwar richtig, dass der Kunde auf den ersten Blick erkennen sollte, welches Produkt oder Dienstleistung das Unternehmen anbietet. Allerdings muss nicht alles im Logo erscheinen. „Spezialisierung“ ist hier das große Stichwort. Worauf ist man spezialisiert? Das sollte im Logo zum Ausdruck kommen. Hat der Kunde erst einmal den Weg auf die Website oder in den Laden gefunden, kann man ihm noch weitere Angebote machen.

Was sind die Vorteile, wenn ein Logo minimalistisch gehalten ist? Ein Logo ist perfekt, wenn es auch auf allen Medien nutzbar ist (Druck, Internet, schwarz/weiß für Tageszeitungen, Werbemittel, etc.), egal ob in kleiner oder großer Darstellung.

Ist ein einfaches Logo einfallslos? Definitiv nein, eigentlich ist das die Große Kunst der Logoerstellung: Im Logo einfach auf den Punkt zu bringen, auf was es ankommt. Auch wenn der Kunde dann meint, das hätte ich auch selbst zeichnen können. Aber das ist gerade vorteilhaft! Man sagt nicht von ungefähr: …ein gutes Logo ist einprägsam, wenn es von jedem am Strand in den Sand gemalt werden kann. Denn so ist auch leicht einprägsam und hat einen hohen Wiedererkennungswert.